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Bewegung

24. September 2018

Trimm dich: Die Stadt als Sportstudio

Bild: iStockphoto

Gerüste, Bänke, Treppen – mit dem richtigen Blick verwandeln sich Dinge in unserer Umgebung in effiziente Fitnessgeräte. Dazu entstehen in vielen Städten neue, moderne Anlagen für einfache Übungen. Die Botschaft: Geh nach draußen und trainiere mit dem eigenen Körpergewicht

In vielen Parks und Wäldern erinnern noch Schilder und Holzanlagen an einen Fitnesstrend aus den 1970er Jahren: den Trimm-dich-Pfad. Inmitten der Natur konnte man an verschiedenen Stationen ein ganzheitliches Training absolvieren. Heute lebt das Konzept wieder auf. Viele Städte und private Sponsoren finanzieren die Entstehung von öffentlichen, kostenlosen Outdoor-Sportanlagen. Die Macher von Trimmfit beispielsweise haben bundesweit 20 Anlagen installiert. Moderne Geräte aus Edelstahl sollen dabei helfen, die gesteckten Trainingsziele schneller zu erreichen. Die Website trimm-dich-pfad.com hilft bei der Suche nach einer Anlage in Ihrer Umgebung.

Das beste Trainingsgerät: der eigene Körper
Die Idee von Fitness ohne Fitnessstudio befeuert auch Calisthenics. Aus den USA zu uns gekommen, ist dieser Trend für alle geeignet, die an ihrer Muskelkraft arbeiten wollen. Das aus der Street-Workout-Szene stammende Training trimmt durch die Nutzung von Gerüsten und Bänken den Körper auf ganz natürliche Weise. Gearbeitet wird dabei ausschließlich mit dem Körpergewicht und traditionellen Übungen wie Klimmzügen. Bekannte Übung für Fortgeschrittene: die
menschliche Flagge. Dabei umfasst man eine Laterne und streckt den Körper horizontal weg. Parks, in denen sich Gleichgesinnte treffen, findet man beispielsweise unter calisthenics-workout.de.

Ein weiterer Trend, der mit dem eigenen Körpergewicht arbeitet, heißt Freeletics. Die Übungen basieren auf einem sogenannten High Intensity Interval Training und sollen die Sportler an ihre gesunden Belastungsgrenzen bringen. Eine gewisse Fitness braucht es daher, um die Trainingseinheiten von 30 bis 45 Minuten erfolgreich zu meistern. Wichtig: Anfänger sollten sich im Vorfeld über die optimalen Pulszonen für ihr Alter informieren. Getrieben wird der Trend unter anderem vom gleichnamigen Unternehmen, das in einer App Zugriff auf 900 Workout-Variationen bietet (freeletics.com).

Motivation: gemeinsam stärker werden
Die genannten Trends schärfen unser Bewusstsein, selbst aktiv zu werden. Die bloße Anmeldung im Fitnessstudio reicht da nicht aus. Schauen Sie sich stattdessen in Ihrer Umgebung um: Wo gibt es Treppen? In welchen Parks warten Reckstangen und andere Geräte darauf, Abwechslung in das Training zu bringen? Gibt es in der Nähe besonders hohe Bürgersteige oder Parkbänke? Eines steht dabei fest: Langweilig wird das Training auf der Straße nie. Mittlerweile hat sich eine Bewegung formiert, die Menschen in Bootcamps und bei organisierten Treffen zusammenbringt.

Professionelle Anbieter sind beispielsweise everfits.de oder outdoorgym.de. Hier trifft man auf ausgebildete Trainer, die Teilnehmer im Team an ihr persönliches Ziel heranführen. Aber auch kostenfreie Trainingseinheiten lassen sich im Internet finden. Unter den Anbietern sind beispielsweise Vereine und Sportler, die nach Gleichgesinnten suchen, um in der städtischen Umgebung neue "Übungsgeräte" zu entdecken. Wem die Fantasie bei der Wahl der Übungen - etwa Burpee oder Squad - fehlt, wird ebenfalls online fündig. Gehen Sie also im wahrsten Sinn des Wortes auf die Plätze, machen Sie sich fertig und legen Sie los!



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